Wenn mehr Strom im Netz ist als gebraucht wird, fällt der Großhandelspreis unter null — Erzeuger zahlen fürs Einspeisen. Ein Batteriespeicher lädt genau dann und wird fürs Aufnehmen sogar bezahlt.
Strom wird einen Tag im Voraus stündlich gehandelt. Der Speicher kauft in den billigen Stunden und verkauft in den teuren — der Kern der Arbitrage.
Drei tägliche 15-Minuten-Auktionen nach dem Day-Ahead. Feinere Zeitscheiben bedeuten mehr Preisspreizung — ein Vorteil für schnell schaltende Speicher.
Rund-um-die-Uhr-Handel bis kurz vor Lieferung. Preise schwanken im Minutentakt — ideal für reaktionsschnelle Batterien, die kurzfristige Lücken füllen.
Der Preis für Abweichungen im Bilanzkreis. Wer im richtigen Moment Leistung liefert oder aufnimmt, verdient an den Ungleichgewichten des Netzes.
Sekundenschnelle Frequenzstützung. Der Speicher hält Leistung vor und reagiert automatisch auf Frequenzabweichungen — bezahlt schon fürs reine Bereitstehen.
Automatische Reserve nach oben: der Speicher speist auf Abruf ein, wenn dem Netz Leistung fehlt — Erlös für Vorhaltung plus Abruf.
Automatische Reserve nach unten: der Speicher nimmt Überschuss auf, wenn zu viel im Netz ist — oft der lukrativste Regelleistungs-Zweig.
Tertiärreserve nach oben, manuell in Minuten abgerufen. Zusätzlicher Erlös für vorgehaltene Leistung, wenn schnellere Reserven nicht reichen.
Tertiärreserve nach unten: Aufnahme von Überschuss auf manuellen Abruf — die letzte Stufe der Frequenz-Absicherung.
Statt nur einem Markt bedient der Speicher mehrere gleichzeitig — Arbitrage plus Regelleistung, optimal über Leistung und Ladezustand verschachtelt. So wird das meiste Erlöspotenzial gehoben.