Ein Blockheizkraftwerk erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig — aber nur wenige Betreiber sehen in Echtzeit, ob es effizient läuft und ob es zum wertvollsten Zeitpunkt Strom liefert. Stromfee macht beides sichtbar und steuerbar.
Blockheizkraftwerke sind das Rückgrat vieler Wärmenetze, Hotels, Kliniken und landwirtschaftlicher Betriebe. Sie laufen oft jahrelang zuverlässig — und genau darin liegt das Risiko: Man merkt schleichende Verluste erst, wenn die Rechnung nicht mehr stimmt.
Ein sinkender elektrischer Wirkungsgrad, eine kriechende Vorlauftemperatur, ein Tischkühler, der zu früh wegdrückt — solche Signale bleiben ohne kontinuierliche Messung unsichtbar. Und selbst ein technisch einwandfreies BHKW verschenkt Geld, wenn es zu Zeiten läuft, in denen der Strom am Markt fast nichts wert ist. Wärmegeführter Betrieb allein ignoriert, dass der Strompreis über den Tag um ein Vielfaches schwankt.
Die klassische Antwort — Excel-Listen, gelegentliche Vor-Ort-Termine, ein Blick auf die Motorsteuerung — greift zu kurz. Betreiber, Contractoren und Direktvermarkter brauchen keine Momentaufnahme, sondern eine durchgehende, datenbasierte Sicht auf Anlage und Markt.
Stromfee ist keine Beratung mit PDF am Ende, sondern eine laufende KI-Plattform. Sie besteht aus drei Schichten, die ineinandergreifen: anbinden, überwachen, flexvermarkten.
Die meisten BHKW verfügen bereits über kompatible Zähler und Steuerungen. Stromfee liest sie über etablierte Protokolle wie Modbus und M-Bus aus — häufig genügt eine reine Software-Integration ohne neue Hardware. Motorsteuerung, Wärmemengenzähler, Stromzähler und Temperaturfühler werden zu einem gemeinsamen Datenstrom zusammengeführt und in eine ClickHouse-Zeitreihendatenbank geschrieben.
Aus den Zeitreihen berechnet die Plattform kontinuierlich die relevanten Kennzahlen: elektrischer, thermischer und Gesamtwirkungsgrad, Temperaturen an Motor, Vorlauf und Tischkühler, Laufzeiten, Starts pro Tag und den Abstand zum nächsten Wartungsintervall. Statt starrer Grenzwerte lernt die KI das individuelle Normalverhalten Ihrer Anlage. Weicht ein Wert davon ab — der Wirkungsgrad sinkt langsam, die Abgastemperatur steigt untypisch — meldet das System die Anomalie, bevor daraus ein ungeplanter Stillstand wird.
Der Flex-Optimizer verbindet EPEX-Day-Ahead-Preise, Wärmebedarf, Gasspeicher und das BHKW zu einem Fahrplan. Grundlage sind echte Börsenpreise aus der Zeitreihe entsoe.day_ahead_prices für die Bilanzkreis-Region DE_LU, stündlich aktualisiert. So läuft das BHKW bevorzugt in den ertragsstärksten Stunden — ohne die Wärmeversorgung zu gefährden, weil der Wärmespeicher als Puffer mitgerechnet wird. Aus wärmegeführtem Dauerbetrieb wird preisgeführte Flexibilität.
Tiefer einsteigen:
Der Fahrplan-Rechner ist als eigenes Live-Dashboard verfügbar — der BHKW-Flex-Optimizer. Die Mess-Grundlagen erklärt unser Energie-Monitoring, die Anomalie-Erkennung das ML-Monitoring.
Sinkender Wirkungsgrad wird zum Trend auf dem Dashboard, nicht zur bösen Überraschung auf der Jahresabrechnung. Sie sehen sofort, ob eine Anlage aus dem Ruder läuft.
Temperatur- und Vibrationsmuster kündigen Probleme an, bevor der Motor stehenbleibt. Wartung lässt sich planen, statt im Notfall teuer nachzurüsten.
Wenn das BHKW dann läuft, wenn Strom teuer ist, steigt der Erlös je erzeugter Kilowattstunde — bei gleicher Wärmemenge und gleichem Gasverbrauch.
Die Plattform ersetzt weder Ihren Wartungsvertrag noch Ihren Direktvermarkter — sie liefert die Daten und die Automatik, mit denen beide bessere Entscheidungen treffen. Alle Auswertungen beruhen auf Ihren realen Messwerten, nicht auf pauschalen Annahmen.
Ob eine 50-kW-Nahwärme-Einheit oder ein Jenbacher mit 500 kW elektrischer Leistung: Das Prinzip bleibt gleich — messen, das Normalverhalten lernen, gegen den Strommarkt optimieren. Wer seine Batteriespeicher bereits mit Stromfee optimiert, koppelt BHKW und Speicher zu einem gemeinsamen Fahrplan; mehr dazu auf der Seite Batteriespeicher-Optimierung.
Wir schauen uns Ihre Anlage und die vorhandene Messtechnik an und zeigen, welche Kennzahlen sich ohne neue Hardware sofort überwachen lassen. Unverbindlich und ohne Fachchinesisch.
Meist über die vorhandenen Zähler und Steuerungen per Modbus oder M-Bus. Häufig genügt eine reine Software-Integration ohne neue Hardware. Motor-, Vorlauf- und Abgastemperaturen sowie elektrische und thermische Leistung laufen als Zeitreihen in eine zentrale Datenbank.
Dann, wenn er am meisten wert ist. Der Flex-Optimizer verbindet EPEX-Day-Ahead-Preise, Wärmebedarf, Gasspeicher und das BHKW zu einem Fahrplan und schlägt die ertragsstärksten Laufstunden vor, ohne die Wärmeversorgung zu gefährden.
Elektrischen, thermischen und Gesamtwirkungsgrad, Temperaturen an Motor, Vorlauf und Tischkühler, Laufzeiten, Starts und Wartungsintervalle. Weicht ein Wert vom gelernten Normalverhalten ab, meldet die KI die Anomalie frühzeitig, bevor daraus ein Stillstand wird.
In vielen Fällen nicht. Viele Anlagen liefern bereits die nötigen Signale über Modbus oder M-Bus. Fehlt ein Messpunkt — etwa eine zusätzliche Temperatur — lässt er sich gezielt ergänzen, statt die gesamte Sensorik zu tauschen.