Das Rührwerk ist einer der größten Eigenverbraucher im Fermenter – und zugleich die Stellschraube für stabile Biologie. Stromfee misst Frequenz, Last, Gasertrag und Schwimmschicht in einem Datenmodell und findet das Rührintervall, das Durchmischung sichert und Strom spart.
Für Betreiber, Betriebsführer und Direktvermarkter – nicht als Lehrstück, sondern als Betriebsentscheidung.
Rührwerke in Biogasanlagen laufen häufig nach starren Zeitschaltuhren: fixe Intervalle, Tag wie Nacht, unabhängig davon, was die Biologie im Fermenter tatsächlich braucht. Das hat zwei Kostenseiten. Erstens verbraucht ein zu oft oder zu lang laufendes Langwellen- oder Tauchmotor-Rührwerk unnötig Strom – Eigenverbrauch, der die Vermarktungsmarge direkt schmälert. Zweitens erkennt niemand rechtzeitig, wenn die Durchmischung kippt: Schwimmschichten setzen sich ab, die Frequenz läuft aus dem Ruder, der Gasertrag sackt – und der erste sichtbare Hinweis ist oft schon eine Störung.
Der Grund ist selten fehlendes Fachwissen, sondern fehlende gleichzeitige Sicht: Frequenz steht in der SPS, der Stromverbrauch im Zähler, der Gasertrag im Betriebstagebuch. Solange diese Reihen getrennt bleiben, lässt sich die Korrelation zwischen Rührbetrieb und Biologie nicht messen – und damit auch nicht optimieren.
Stromfee legt vier Datenströme je Rührwerk in eine gemeinsame ClickHouse-Zeitreihe und wertet sie mit maschinellem Lernen aus. Erst diese zeitgleiche Sicht macht sichtbar, welcher Rührtakt die Biologie stabil hält und welcher nur Strom kostet.
Auf dieser Datenbasis lernt das Modell das Normalverhalten jedes Rührwerks und schlägt Alarm, wenn Frequenz oder Last aus dem gelernten Sollband laufen – mit rund 90 Minuten Vorlauf, bevor aus einer Schwimmschicht ein Ausfall wird. Statt starrer Zeitschaltuhr entsteht ein bedarfsgeführtes Intervall: das Rührwerk läuft so oft und so lang, wie die Durchmischung es verlangt, und nicht öfter. Die Signale lassen sich per Schnittstelle an die vorhandene Steuerung zurückgeben, sodass aus Überwachung schrittweise Regelung wird.
Die Rührwerk-Überwachung ist kein isoliertes Gerät, das man neben die Anlage stellt, sondern ein Messkonzept, das an vorhandene Sensorik, SPS und Zähler andockt. Die Frequenz kommt aus dem Frequenzumrichter, der Stromverbrauch aus dem Unterzähler des Antriebs, der Gasertrag aus der bestehenden Ertragserfassung. Stromfee führt diese Quellen in einer sekunden- bis minutengenauen Zeitreihe zusammen und historisiert sie dauerhaft. Dadurch lässt sich nicht nur der aktuelle Zustand beurteilen, sondern auch der Vorher-Nachher-Vergleich sauber belegen: Wie sah die Fahrweise vor der Optimierung aus, wie danach – gemessen, nicht geschätzt.
Weil mehrere Rührwerke einer Anlage gemeinsam ausgewertet werden, fällt auch auf, wenn ein einzelnes Aggregat aus der Reihe tanzt – etwa mehr Last bei gleicher Frequenz zieht als seine baugleichen Nachbarn. Solche Abweichungen sind oft der erste Hinweis auf Verschleiß am Getriebe oder an den Flügeln, lange bevor eine Kontrollleuchte angeht.
Bedarfsgeführtes Rühren senkt die Laufzeit des Antriebs bei gleicher Durchmischungsqualität – Strom, der sonst die Vermarktungsmarge auffrisst, bleibt in der Anlage.
Ziel: gleiche DurchmischungAnomalien in Frequenz und Last werden gemeldet, bevor Schwimmschicht oder hängendes Rührwerk zum Stillstand führen – rund 90 Minuten Vorlauf für den Betriebsführer.
~90 Min VorlaufWeil der Gasertrag mitgemessen wird, geht keine Optimierung zulasten der Biologie. Die KI hält die Balance zwischen sparsamem Rühren und homogenem Fermenter.
Biologie im BlickDie Lösung richtet sich an Betreiber und Betriebsführer von Biogasanlagen, die ihre Rührwerke bislang nach Zeitplan fahren, und an Direktvermarkter, für die jeder eingesparte Kilowattstunde Eigenverbrauch zählt. Sie ist Teil des Biogas-Agentenschwarms von Stromfee, der Fermenter, BHKW, Wärmenetz und Substrat als ein System betrachtet – das Rührwerk ist dabei einer der Bausteine, an denen sich Datenqualität und Ersparnis besonders schnell zeigen.
In einer kostenfreien Erstanalyse prüfen wir gemeinsam, welche Rührwerks-Daten Ihre Anlage schon liefert und wo sich Eigenverbrauch senken lässt. Kein Verkaufsgespräch, sondern eine ehrliche Einschätzung.
Vier Datenströme gleichzeitig: Frequenz des Rührwerks, Stromverbrauch (Eigenverbrauch), Gasertrag der Anlage und Hinweise auf Schwimm- und Sinkschichten. Erst wenn diese Reihen zeitgleich in einer ClickHouse-Zeitreihe liegen, lässt sich die Korrelation zwischen Rührbetrieb und Biologie erkennen.
Ziel ist weniger Eigenverbrauch bei gleicher Durchmischungsqualität. Statt starrer Dauer-Intervalle fährt das Rührwerk nur so oft und so lang wie biologisch nötig. Die tatsächliche Ersparnis hängt von Substrat, Fermentergeometrie und Ausgangsfahrweise ab und wird aus den eigenen Messdaten ermittelt, nicht pauschal versprochen.
Die Überwachung erkennt Anomalien im Frequenz- und Lastverlauf und meldet sie mit rund 90 Minuten Vorlauf, bevor aus einer Schwimmschicht oder einem hängenden Rührwerk ein Ausfall wird.