KI-Plattform für Netzbetrieb

Netzmonitoring: Ihr Netz live überwachen – mit KI-Messkonzept

Wer Spannung, Last und Netzqualität nur im Nachhinein aus Rechnungen liest, steuert blind. Die Stromfee-Plattform macht jeden Netzknoten in Echtzeit sichtbar – von der Messung über EN-50160-Auswertung bis zur automatischen Anomalie-Warnung.

EN 50160
Netzqualitäts-Norm
Echtzeit
Zeitreihen
§14a
EnWG-fähig
Redispatch 2.0
Dokumentiert

Das Problem: Das Verteilnetz wird zur Blackbox

Photovoltaik, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher verändern die Lastflüsse in der Niederspannung schneller, als klassische Netzplanung reagieren kann. In vielen Ortsnetzstationen liegt keine kontinuierliche Messung vor – der Betreiber erfährt von Spannungsband-Verletzungen oder Überlastung erst, wenn ein Kunde sich beschwert oder eine Sicherung fällt. Gleichzeitig verlangen §14a EnWG und Redispatch 2.0 belastbare Daten über jeden Netzabschnitt. Ohne durchgehende Messung bleibt der Netzzustand eine Schätzung.

Wie Stromfee misst und auswertet

Die Netzmonitoring-Plattform von Stromfee.AI ist keine Beratung und kein Handbuch, sondern ein laufendes System. An jedem Messpunkt werden Spannung, Strom, Wirk- und Blindleistung sowie die Netzfrequenz erfasst. Diese Rohwerte fließen kontinuierlich als Zeitreihen in eine ClickHouse-Datenbank – dieselbe Zeitreihen-Architektur, mit der Stromfee auch Erzeugungs- und Marktdaten verarbeitet. Aus den Messwerten leitet die Plattform die Netzqualitäts-Kennwerte nach EN 50160 ab: Spannungsband, Frequenzhaltung um 50 Hz, Oberschwingungen (THD), Flicker und Unsymmetrie.

Auf dieser Datenbasis erkennt eine KI-Auswertung Anomalien: Weicht ein Messpunkt vom erlernten Normalband ab, wird das gemeldet – nicht erst im Monatsbericht, sondern sobald das Muster entsteht. So verschiebt sich der Netzbetrieb von der Reaktion zur Vorschau.

Entscheidend ist, dass Messung, Speicher und Auswertung nicht in getrennten Werkzeugen liegen, sondern denselben Datenpfad teilen. Der Live-Wert eines Netzknotens steht im gleichen Dashboard neben seiner Historie – man sieht das aktuelle Spannungsband und zugleich, wie es sich über die letzten Wochen entwickelt hat. Weil jede Zeitreihe erhalten bleibt, lässt sich jede Auffälligkeit im Nachhinein prüfen: War die Spannungsanhebung ein einmaliger Ausreißer oder ein wiederkehrendes Muster an einem bestimmten Abgang? Diese Frage beantwortet die Plattform aus den eigenen Daten, nicht aus einer Schätzung – und genau darin unterscheidet sie sich von einer punktuellen Messkampagne, die nach ein paar Wochen wieder abgebaut wird.

Die vier Schichten der Plattform

Von der Messung bis zur Steuerung – ein durchgängiger Datenpfad

Messung

Erfassung von Spannung, Strom, Leistung und Frequenz an Ortsnetzstationen, Netzanschlusspunkten und kritischen Abgängen. Bestandsmesstechnik wird angebunden, nicht ersetzt.

Modbus · MQTT · REST

Zeitreihen-Speicher

Alle Werte landen als lückenlose Zeitreihe in ClickHouse. Historie und Live-Wert liegen in einer Datenbank – Grundlage für Trend, Nachweis und Vergleich über Wochen und Jahre.

ClickHouse

KI-Analyse

EN-50160-Kennwerte, Anomalie-Erkennung gegen ein erlerntes Normalband und Alarmierung bei Spannungsband-Verletzung, Überlast oder auffälligen Oberschwingungen.

EN 50160 · Alerting

Der Nutzen: Vom Beobachten zum Steuern

Kontinuierliche Messung ist kein Selbstzweck. Wer den Netzzustand kennt, kann Blindleistung gezielt kompensieren, Spannungsbänder über Q(U)-Regelung einhalten und Einspeisemanagement fahren, ohne pauschal abzuregeln. Statt teurer Netzausbau-Entscheidungen auf Verdacht liefert die Zeitreihe den Nachweis, wo tatsächlich ein Engpass besteht und wo Reserve liegt. Und weil jede Maßnahme dokumentiert ist, entsteht die belastbare Datengrundlage, die §14a EnWG und Redispatch 2.0 verlangen.

Der Rollout muss dabei nicht flächendeckend beginnen. Ein risikobasierter Ansatz startet an den kritischen Netzknoten – dort, wo hohe Einspeisung, lange Leitungen oder wachsende Ladelast das größte Risiko tragen – und wird von dort erweitert. Über offene Schnittstellen bindet die Plattform vorhandene Zähler und Ortsnetzstationen an, statt einen teuren Komplettaustausch zu erzwingen.

Für wen die Plattform gebaut ist

Betreiber, die Netzzustand statt Vermutung brauchen

Verteilnetzbetreiber

Niederspannungs-Transparenz für §14a-EnWG-Umsetzung, Redispatch-2.0-Nachweis und die Entscheidung Netzausbau vs. Netzsteuerung.

Industrie & Gewerbe

Überwachung des eigenen Anschlusspunkts, Netzqualität am Werkstor und frühe Warnung bei Spannungsproblemen, die Produktion stören.

Direktvermarkter & Betreiber

Netzseitige Randbedingungen für PV, Wind und Speicher in Echtzeit kennen – damit Vermarktung und Netzkonformität zusammenpassen.

Passende Stromfee-Lösungen

Netzmonitoring ist Teil eines durchgängigen KI-Stacks

Netzzustand sichtbar machen

Wir zeigen Ihnen an einem kritischen Netzknoten, wie schnell aus Messwerten ein belastbares Lagebild wird. Kein Verkaufsgespräch – ein technischer Blick auf Ihre Daten.

Alle Lösungen

FAQ

Häufige Fragen zum Netzmonitoring

Was misst die Plattform in Echtzeit?

Spannung, Strom, Wirk- und Blindleistung sowie Netzfrequenz an Ihren Messpunkten. Daraus werden die EN-50160-Kennwerte abgeleitet: Spannungsband, Frequenzhaltung um 50 Hz, Oberschwingungen (THD), Flicker und Unsymmetrie. Die Zeitreihen laufen kontinuierlich in ClickHouse.

Wie unterstützt das Monitoring §14a EnWG und Redispatch 2.0?

Weil Spannungs- und Lastdaten je Netzabschnitt in Echtzeit vorliegen, sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen und Redispatch-Maßnahmen nachvollziehbar dokumentiert. Engpässe werden erkannt, bevor sie zur Störung werden – die Grundlage, um vom Beobachten zur aktiven Netzsteuerung überzugehen.

Lässt sich die Plattform nachrüsten?

Ja. Die Anbindung erfolgt über offene Schnittstellen wie Modbus, MQTT und REST-API, sodass vorhandene Zähler, Messgeräte und Ortsnetzstationen ohne Komplettaustausch angebunden werden. Ein risikobasierter Rollout beginnt an den kritischen Netzknoten.

Was unterscheidet Monitoring von einer Netzanalyse?

Die Netzanalyse simuliert den Netzzustand für Planung und Antrag – eine Momentaufnahme. Das Monitoring läuft dauerhaft und zeigt den realen Zustand fortlaufend. Beide greifen ineinander: Die Analyse plant, das Monitoring verifiziert im Betrieb.